Die Finanzkrise kriselt und die Märkte halten uns in eisernem Griff. Kann man da abseits stehen?
Der Theaterunternehmer Kasper mit seinem altgedienten Ensemble stemmt sich entschlossen gegen die Zeit und spielt unbeeindruckt sein sozialromantisches Stück vom „Wundertopf“.
Doch da naht die neue Zeit in Gestalt eines geheimnisvollen Börsen-Hedgefond-Managers, um unter Einsatz einiger Millionen dieses letzte Bollwerk der alten heilen Theaterwelt ins 21. Jahrhundert zu transferieren.
Wer überlebt diesen Transfer? Genügen die alten Mitarbeiter den Rendite-Erwartungen der Aktionäre? Halten Sie den neuen Anforderungen stand?

Ein satirisches Theaterstück in der Tradition des Kaspertheaters für Erwachsene und des Jahrmarkttheaters. Frisch, frech und fröhlich wird vom Leder und -hergezogen über Erscheinungen unseres Lebens wie Geldgier, Personalabbau, Modernisierungswahn und mehr.

Erleben Sie das Kaspertheater des 21. Jahrhunderts: neu, rasant, alles live und in 3-D.

Dieses Stück wurde gefördert von der Kulturdirektion Erfurt.

 

REGIE: Katrin Heinke und Ensemble

TEXT: Ronald Mernitz

PUPPEN:
Barbara und Günther Weinhold
BÜHNE: Ensemble/ Holger Schmalfuss
 

Hier gibt`s schon was zu sehen:  http://www.youtube.com/watch?v=-kWfMSKKn6s&feature=youtu.be

 

STIMMEN

... Mit frechen Sprüchen auf den Lippen, seiner berühmten Klatsche unterm Arm, die er auch mehrfach nutzt, mit duften Partnern wie Teufel, Hexe, Gretel, Polizist und Krokodil zu Gange, die ihr Publikum allesamt köstlich amüsieren ... Der Kasper ruft ins Publikum "Seid Ihr auch alle da?" - klar sind sie. Und lauschen gespannt den Dargebrachten Versuchen von Veränderung im Kaspertheater. Helga, die nicht mehr die Hexe spielen, sondern lieber zur Oper will. Auch Gretel will nach Berlin, ans große Theater. Heinz, der Polizist, kümmert sich um die Bürokratie und akzeptiert als erstes den neuen Chef. Und der hat sich rekrutiert aus dem Teufel und ist Mr. Dax, der einen leichten amerikanischen Slang hat und alllen verspricht, sie aus ihren Nöten zu befreien - mit Millionen ... Logisch, es kommt alles ganz anders. Es erklingt der Ruf "Ich fordere die Verstaatlichung der Banken und eine Spekulationssteuer" und zum Schluss erleben die Zuschauer noch etwas Erotik und Comedy. Kasper ist auf der Höhe der Zeit angekommen. Eindeutig.

THÜRINGER LANDESZEITUNG

 

Der Witz, die Dichte an Einfällen, das Tempo und nicht zuletzt die flinke und ungeheuer einfallsreiche Puppenführung waren faszinierend. Supersommerabendunterhaltung!

Konrad Ludwig und Nguyen Thi Ung, Erfurt

 

Im Kaspertheater ist die Welt noch in Ordnung - weit gefehlt. Kasper hat nach seinem Alkoholentzug Probleme, sich den Text zu merken. Die sexuell frustrierte Gretel erinnert sich wehmütig an bessere Theaterzeiten. Hexe Helga träumt von der großen Opernbühne. Das Krokodil stammt nicht vom Nil, sondern von der Müritz und regt sich auslänerfeindlich über eingewanderte spanische Nacktschnecken und "diese amerikanischen Waschbären, die ihren dreckigen Pelz in deutschen Gewässern baden" auf.

Und der Teufel intrigiert gegen alle und jeden.

"Arbeitslos und Spass dabei oder Der Wundertopf" heisst das Theaterstück, mit dem Jörg Schmidt und Ronald Mernitz für viele Lacher sorgten. Der Titel ist dabei durchaus etwas verwirrend, aber das ist gewollt ... Wohl verpackt in die hölzernen Gesellen ist so manches kleine und auch größere Thema der realen Welt. Wenn Hexe Helga schreit "Ich esse Würmer und heirate einen Baum", nur um berühmt zu werden, oder Polizist Heinz Lehmann sich am Ende selbst verhaftet, weil "jeder Bürger ein potentieller Verbrecher ist" und er selbst schliesslich auch "ein Bürger in Uniform", oder wenn der Teufel dem Kasper mit seiner "schrecklichen DDR-Kindheit" Koplexe einredet, dann hat das herrliche reale Bezüge. Ganz zu schweigen von der "höheren Finanzwirtschaft der Hedgefonds", die mal eben alle Mitarbeiter abwickelt und damit das Unternehmen selbst.

Arbeitslos sind die Puppen am Ende nicht, Spass hatten vor allem die Zuschauer. Ein gelungenes Stück mit Blick auf die Menschheit im Allgemeinen und die Welt des Theaters im Besonderen. Eines, dass zeigt, auch Puppen sind irgendwie nur Menschen.

FREIES WORT Ilmenau

 

 

 

 

   

Zielgruppe Erwachsene, Jugendliche
Spieldauer 90 min + Pause
max. Anzahl der Zuschauer 250
Aufbau-/Abbauzeit 2 h / 1 h 
Saalbedingungen verdunkelbar / kein Podest nötig
   
Bühnenfläche H: 2,5 m B: 3,0 m T: 2,5 m
Abstand Bühne – erste Zuschauerreihe 2 m
   
Stromanschluß 1x 16A Schukosteckdose
Anzahl der Spieler/ Techniker 2
Spielweise/ Puppentechnik Handpuppen, Schauspiel

Falls Ihre Bedingungen von unseren abweichen sollten, bitte Kontakt aufnehmen unter
ronnymernitz@gmx.de oder 0179 – 115 39 32 oder 0361 – 64 22 498.
Vielleicht geht`s ja doch!

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